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„Insula Communis“, ein KlimaKunstWerk

Die „Insula Communis“ fügt sich in die Werkreihe schwimmender Installationen von Joy Lohmann ein und führt den Entwicklungsprozess der modularen Recyclinginsel „Open-Island“ mit einer vielschichtigen Installation und Inszenierung vom 1.-24.7.2016 konsequent fort. > Projektinfo pdf

Das KlimaKunstWerk ist als „Soziale Skulptur“ mit mehreren Betrachtungs- bzw. Erlebnisebenen konzipiert und startet mit einem kollaborativen „Maker-Camp“ in der Brückmühle in Oranienbaum (Sachsen-Anhalt).TitelKarteMakerBus
Mehr als 40 interdisziplinäre „Makers for Humanity“ beteiligen sich an der von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt geförderten Residency, in der die verschiedenen Themeninseln für ein autarkes, schwimmendes Habitat auf dem Gremminer See konzipiert und vorgefertigt werden. > Pressemitteilung pdf

FerroMapBrückMühle-Garten
Diese bislang aufwendigste Open-Island Produktion auf einem gefluteten Braunkohletagebau thematisiert deutlicher als zuvor die Klimawandelfolgen steigender Meeresspiegel und daraus resultierende Migrationswellen, indem die Insel gemeinsam mit Flüchtlingen aus der Nachbarschaft gebaut und als utopisches Modell einer „schwimmenden Rettungsinsel im Mittelmeer“ inszeniert wird.
Der Gremminer See und das Industriemuseum Ferropolis mit seinen gigantischen Braunkohlebaggern ist während der Ausstellungsdauer auch Kulisse der Musikfestivals Splash! und MELT! mit zehntausenden Besucher/innen.

Ferropolis-BaggerMELT-people
Ein Perspektivwechsel in der Flüchtlingsdiskussion ist bei Inselbesucherinnen vorprogrammiert, wenn das neugierige Partyvolk die Recyclinginsel schwimmend erreicht und vor dem Betreten jedoch mit einem Antragsformular auf Arabisch konfrontiert wird. Programm-2016Flaschenpost

Neben der Schwimminstallation mit seinen orts- und situationsbezogenen Happenings wird die Geschichte, Vision und Themenbereiche der Open-Islands in einer Sonderausstellung in der Galerie Ampelhaus, Oranienbaum gezeigt. Hier können Besucher/innen auch selber aktiv werden und ein Modell des Gremminer Sees mit ihren Inselideen bespielen.AmpelhausJoy in Ferropolis

Schließlich rundet die thematische Veranstaltungsreihe „Inselbegegnungen“ der Ferropolis GmbH sowie weitere Sonderveranstaltungen der Projektpartner das realitätsbezogene Kunsterlebnis ab: „Entrepreneurs, Maker, Kreativwirtschaft“, „Flüchtlinge, Nachbarn, Neue Kultur“ und „Willkommen im Anthropozän“ lauten die hochkarätig besetzten Inseltalks am 22./23./24.7. (Treffpunkt je 15 Uhr: Halbinsel Ferropolis, Industriemuseum)

Mit dem doppelstöckigen Makerbus werden von 21.-24.7. auch geführte Inselexkursionen angeboten, Abfahrt ist jeweils um 11 Uhr am Ampelhaus, Oranienbaum bzw. 11:15 Uhr am „Blauen Wunder“, Gräfenhainichen (12/8,- €)

m4h-Ausstellung
m4h-Karte„Open-Island“ ist neben dem Kunstwerk und dem Open-source Inselbausatz eine wachsende Community, bestehend aus verschiedenen anwendungsorientierten Gruppen wie bspw. „Earthship Biotechture Deutschland“, „Transition Towns Initiatives“, „Endboss – soziale Skaterparks“ und anderen.  Mit dem Symbol einer gemeinsamen Insel (als „neue Welt“) und auf Grundlage gemeinsamer humanitärer Werte sowie kreativ-praktischer Ansätze formieren sich die Akteure interdisziplinär und international als „Makers for Humanity“. Am 3.7. laden Sie Online-Entwickler zu einem „Platform Cooperativism“-Hackathon ein, bei dem an der Programmierung und Vernetzung einer Open-Source Maker-Plattform gearbeitet wird. Eine kollaborative Onlineplattform wird die Implementierung der Innovationen und dezentrale Projektzusammenarbeit erheblich verbessern und beschleunigen..

Weitere Informationen unter www.open-island.de, englischsprachige Informationen unter www.open-island.org, mitdiskutieren und tagesaktuelle Foto-Dokumentationen in der Facebook-Gruppe.

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First Open-Island in Thailand

„Social Sculpture“ meets „Makers for Humanity“ at Joy´s new Open-Island in Chiang-Mai, Thailand.

Asapisland's Blog

After having developed and tested our DIY-upcycling-island construction kit in different environments and implementations, it´s now time to spread the word and disseminate the knowledge of building floating islands out of scrap. Joy Lohmann remembered an Interview at the entrepreneurship lab, Berlin, he had given to Prof. Günter Faltin years ago, where the founder of the German entrepreneurship-summit had asked him to build an Open-Island on a private lake in Thailand. „No, I won´t build you one. But I can teach Thai people, how to do it, when I´m around.“, he answered…

Open-Island_Thailand+In preparation for his this years Thailand journey, Joy contacted the prolific economist who instantly agreed on a joint workshop in Chiang Mai, providing a suitable water body, local participants and a small material budget. Joy on the other side published the challenge in the growing „Makers for Humanity“-community and -together with the artlab4-collective – coordinated a 4-day Open-Island workshop with dedicated international participants…

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kultureller Adventskalender 2015

Nun ist sie online: PAM, die regionale Public-Art-Machine ist eine Crowdfundingplatform, die mehr kann als andere und noch dazu regional aufgestellt ist (zunächst in Hannover, mit dezentralen Partnern dann gern überall im deutschsprachigen Raum). Basierend auf der Open-Source Crowd-Engine der katalanischen Goteo-Stiftung hat das deutsche Entwicklerteam DCROW die Plattform (so ziemlich) übersetzt und speziell für Hannover adaptiert. (1. was in Hannover geht, geht überall; 2. sind zwei Drittel des Teams aus der niedersächsischen Hauptstadt.)

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Zur Einführung der Plattform hat der veranstaltende Positive Nett-Works e.V. zusammen mit dem regionalen KulturRaum Region Hannover e.V. eine Gewinnaktion für die Kröpcke-Uhr gestartet. Beim „kulturellen Adventskalender 2015“ sind Kulturschaffende der Region Hannover eingeladen, einen Kurzfilm (oder 10 Bilder) ihres besten diesjährigen Kunstwerks oder Kulturprojektes auf die „Advents-PAM“ zu laden und von der Gemeinschaft (Crowd) darüber abstimmen zu lassen, welches die 24 schönsten Beiträge sind. Diese werden dann ab dem 1.12.2015 im zentralen hannoverschen Wahrzeichen auf 4 Monitoren gezeigt. Zudem gewinnen die drei bestplatzierten am 24.12. ein Preisgeld, das parallel ebenfalls per Crowdfunding gesammelt wird.

Zum Testen hat Initiator und Künstler Joy schonmal ein Beispielprojekt eingestellt:

https://advent.public-art-machine.de/widget/project/a068dd3f6553a4de1c7aef25a0f35821

Für den Erfolg solcher Schwarmprojekte ist immer die Beteiligung einer relevanten Masse erforderlich. Deshalb bitten wir Sie (jetzt gleich), als Kulturschaffende/r oder Jury teilzunehmen und ihren Kulturfreunden davon weiter zu erzählen. Vielen Dank.DCrow-SkizzeIllu

Open-Island Berlin – der Film :-)

7 floating islands on the River Spree in Berlin. Made out of trash by passionate Makers. Showcasing innovative low-tech DIY-applications for > energy > shelter > food production on floating platforms: the Open-Island Berlin! (also including an Open Bar, the Open Stage, a floating FabLab and the motorized HERMES-I catamaran)Open-Island_Berlin-schmal

Started in India by an interdisciplinary Makers collective, the Open-Island construction kit was adopted for an floating art piece this summer at the 2 mayor public art festivals 48 h Neu-Kölln and Kunst am Spreeknie in Berlin.

Filming for Change documented this awesome art-venture and interviewed its initiator, the German social sculpture artist Joy Lohmann:

(english captions available by clicking “CC”)

Graffiti „900 Jahre Linden“, Grotestr.15

 

Grote-Graffiti-Titel

Zum Stadtjubiläum von Linden (Hannovers wildem Westen) malt Joy eine Fassade mit Motiven aus Lindens Stadtgeschichte von den Dinosauriern bis heute. Die Fassadenarbeiten in der Grotestraße 15, Linden-Nord werden sich voraussichtlich vom 15.9.-15.10.2015 erstrecken. Hier sehen Sie Bilder vom Entstehungsprozess:

 

Grote-Graffiti – 03Grote-KonturenGrote-Graffiti – 11Grote-Graffiti – 12Grote-Graffiti – 08Hannah-Arendt-1

Liebesschlösser, Hannover

Poly_Amor = Viel_Liebe

BlechherzenWohin bloß mit den Liebesschlössern? 1000-de metallene Liebesversprechen beschädigen die historische Brücke im Maschpark Hannover und müssen entfernt werden. Doch was tun damit? Verschrotten geht nicht, da emotional hochbelastet und juristisch gesehen im Privatbesitz der Liebespaare.

 

Die Stadt Hannover möchte das Material charmant loswerden, die regionale Presse HAZ/NP möchte populistisch die „Liebe retten“. Die schönste Lösung ist wohl, einen Künstler zu beauftragen, das Material in eine dauerhafte Skulptur umzuwandeln. HAZ-150126-Demontage

Seit Jahrzehnten arbeitet der hannoversche Allroundkünstler Joy im öffentlichen Raum. Auch hat er mit der begehbaren Installation „Lobemauer“, 2012 (im Familienpark Sottrum) bereits ein Werk zum Thema „emotionale Kommunikation“ erstellt. So fiel die Wahl auf den umtriebigen Künstler, der vor keinem Ort, Material oder Thema zurückschreckt.

Lobemauer, 2012

Lobemauer, 2012

Liebespaar

Joy-at-work

Im Werkshof der Stadt können die demontierten Liebesschlösser bis Ende April wieder abgeholt werden, täglich kommen Paare vorbei und durchwühlen das gesammelte Altmetall auf der Suche nach ihrem Liebesschwur. Für den Künstler ist das Material ein Schatz, den es behutsam und vielschichtig zu formen gilt.

Poly-Amor

Als der Entwurf fertig ist, geht die Stadt auf die Suche nach einem öffentlichen Ort für diese Liebesskulptur, die voraussichtlich ein Treffpunkt der regionalen Liebespaare wird und über die Jahre weiterwächst. Ein Denkmal für die Liebe, aber auch ein Werk, dass die Bedeutung des Liebesschwurs hinterfragt. Kann man die Liebe festketten oder kann die Liebesbeziehung ansich nur eine temporäre Vereinbarung zweier Individuen sein? Ist sie exklusiv oder offen, eine erträumte Absicherung oder gegenseitige Unterstützung? „Poly_Amor“ überlässt durch seine Perspektiv-Vielfalt die Deutung den Betrachter*innen und inszeniert darüberhinaus das hochemotionale Material der Liebesschlösser.

HAZ/NP-150423-Liebe

Joy Lohmann im Interview dazu: „Der Titel (Poly_Amor) bedeutet Viel_Liebe und beschreibt exakt, was sich hinter dem verwendeten Material verbirgt. Je nach Sichtweise verschmelzen zwei gebogene Metallstelen zu einem Herz oder bewegen sich singulär umeinander. In jedem Fall erzeugen sie in Bezug zueinander ein nach Perspektive wechselndes Spannungsfeld.“

Mit einer gleichzeitigen Doppelseite in der HAZ und der Neuen Presse Hannover feiern die Medien die „Rettung der Liebe“, während die Stadt eine öffentliche Installation aus finanziellen Gründen ablehnt. Schließlich müssten Statik, Instandhaltung und andere umkalkulierbare laufende Kosten getragen werden. Insbesondere das Konzept, dass sich diese Skulptur über die Jahre durch Anbringung weiterer Schlösser verändert, passt so gar nicht in städtische Verwaltungsprozesse. Da hilft auch nicht, dass die Skulptur selbst ohne öffentliche Mittel erstellt werden soll oder dass sie ein einmaliger Ort der Liebe werden würde, mit dem sich die Stadt bundesweit profilieren könnte.

So ist weiter fraglich, ob die Liebesschwüre nun doch nur Altmetallwert haben werden. In jedem Fall wird das Material ab 1.5.2015, 14 Uhr für einen Monat im Herzen der Stadt, der Kröpcke-Uhr öffentlich aufgehäuft, auf dass sich eine Diskussion um das Thema entwickelt. Und vielleicht wird dadurch ja sogar ein Ort und Förderer dafür gefunden, dem es gefällt, einen Platz für die Zelebrierung der Liebe zu erschaffen.

HAZ/NP-150423-Joy

Art goes (R)Economy

It might be unusual for an artist to dive into economic strategies on this level, but the concern for our societies and the endangered ecologic and mental environment, we´re living in, had driven me into the TransitionTowns movement some years ago. Urban Gardens are a great seed for collaborative local food production and eventually a new cross-cultural public space concept for urban quarters. (At least, our gardens in Hanover flourish and spread like mad:-)

 

2013-09-18-HAZ

 

For me as an social sculpture artist, Transition also provides the raw material for urban transformational art: organized interdisciplinary people, willing to change the way of living.

Transition-march-2012

Transition-march-2012

2.KdW-Fest, 2014

2.KdW-Fest, 2014

Pagalino-GartenVilla, 2015

Pagalino-GartenVilla, 2015

With the collaborative network KdW (=culture of change), we developed social sculptures, installations happenings, events for glocal change for the last 4 years. Artistic experiential spaces have a huge potential to communicate urban transformation and make it a tangible experience for people in search of other societal paradigms and individual lifestyles.

 

As a matter of consequence, to raise local resilience for upcoming peek-oil scenarios, Transition international has recently developed the REconomy concept, which was adopted by national Transition initiatives all over the world. We need local economies to avoid enormous transportation efforts and unfair production chains, to support local production and services, even to stabilize communal social justice and empathic communities. REconomy could be Degrowth and High-quality lifestyle at once!

REconomy in Hanover/Germany

REconomy in Hanover/Germany (illustration: Anja Weiss)

 

Together with Stephanie Ristig Bresser from our German artlab4-collective, I had the opportunity to adopt the REconomy concept for Transition Germany and develop a strategic coaching system for local startups. In March we had our final presentation for our study (download here in English or German) at the sustainable film-fest Utopiannale and the kickoff for a customized REconomy mentoring program:

Our REcoach-program is currently under way with 4 great projects: „Klugbeisser“, vegan caterer; „Karma-Kiosk“, upcycling-design; „Kleiderkabinett“, library of clothes and the „Suffizienz-Zentrum“, a climate-learning-kitchen. These together already form an effective network, which helps to establish their innovative concepts and business models. Social Art in this context interacts with society on the economic sector and brings in a new mindset for holistic enterprises for the common good. I´m looking forward to more entrepreneurs, using artistic principles, methods and mindsets for their economic activities. This will be for the benefit of nature, society and every participating individual.

Keep tuned for further informations and our summary of the REcoach program 2015.