Ideen-Protokolle zur Stadtentwicklung

bildweltblog

Partizipative Prozesse bildnerisch zu protokollieren ist die Königsdisziplin des Graphic Recording. Für den Forschungsverbund Trans Z mehrerer deutscher Universitäten durfte ich die Initiierungsveranstaltungen zur bürgerschaftlichen Altstadtentwicklung in Holzminden und Höxter begleiten. Graphic-Holzminden_Joy

Nach der Projektvorstellung des 3jährigen Entwicklungsvorhabens mit wissenschaftlicher Begleitung in den beiden benachbarten Weserstädten und jeweiliger Standortanalyse waren bürgerschaftliche Ideen und Projektvorhaben gefragt. Durch das Graphic Recording wurden die Ideen und Beiträge protokolliert und teilweise live illustriert. So entstand eine lockere und kreative Atmosphäre, die bei anschließenden Brezeln und Bier sicherlich zu konkreteren Projektierungen führte.Graphic-Höxter_Joy

Interessant war vor allem auch, die Diskussion und Ergebnisse der beiden Städte zu vergleichen, die gerade mal 10 km voneinander entfernt an der Weser liegen. Während sich in Holzminden viele sehr heterogene Akteure engagiert über verschiedenste Bottom-up Projekte und Ideen im öffentlichen Raum austauschten, lag der Fokus in Höxter auf Immobilien-Finanz-Lösungen, die den wachsenden Leerstand in der hübschen Altstadt tourismus-wirtschaftlich nutzen könnten.

Holzminden-Foyer.jpg

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Open-Island 2.0 is ready to float.

Open-Island Maker Blog

Jetzt geht´s los: die ersten „HexaFloat“-Prototypen (modulare Inselteile) von Open-Island 2.0 werden zu Pfingsten beim makers4humanity-Lab 2018 in Ferropolis gewassert. 🙂 (sorry, this post is in German only :-/)

Viele Jahre haben wir mit wechselnden MakerTeams an unterschiedlichsten Orten temporäre Open-Islands aus Recyclingmaterialien gebaut. Dabei haben wir sowohl wertvolle Erkenntnisse zur Konstruktion, Nutzung und Betrieb schwimmender Plattformen gewonnen, als auch hervorragend vor Ort Nachhaltigkeitsthemen und -ideen platzieren können. Und es sind dadurch jeweils kompetente, engagierte Teams und tiefe Freundschaften entstanden, die sich auch international im „makers4humanity“-Kollektiv vernetzen.

Das Open-Source System „Open-Island“ bewährte sich dabei in zahlreichen temporären Anwendungen auf Meeren, Flüssen, Seen in Deutschland, Indien und Thailand. Doch immer wieder hieß es: Aufbau, Action, Abbau. So kommt man auf Dauer nicht voran. Wir brauchen also eine permanente schwimmende Insel zu Forschungs- und (Aus)bildungszwecken. Also soll Open-Island nun verbessert (sechseckig, witterungsfest und genehmigungsfähig) an einem zentralen Punkt in Deutschland gebaut, erprobt und…

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Leipzig will MEER, bekommt es aber nicht.

Graphic Recording und Erklärfilme erfreuen sich wachsender Beliebtheit und es ist ja auch kein Wunder: schließlich erzählen Bilder mehr als 1000 Worte. Wie gut, dass Joy seit frühesten Graffiti-Tagen die „schnelle Linie“ geübt hat und diese Kunst auf vielen Prozesse und Themen anwenden kann. So zum Beispiel auch auf den „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ beim Seenland-Kongress der Messe Leipzig.

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Beim diesjährigen SeenLand-Kongress auf der Leipziger Messe durfte ich die Gesamtveranstaltung als Graphic Recorder visuell protokollieren und wurde dabei Zeuge einer deutlichen Absage.

Die stolze sächsische Messestadt träumt vom Zugang zum Meer, schließlich fehlten beim Bau des Saale-Elster Kanals, der Leipzig mit der Nordsee verbinden würde, nur noch 7 km, als das Projekt 1943 auf Eis gelegt wurde. Im Rahmen eines „Tourismuswirtschaftlichen Gesamtkonzeptes Mitteldeutsche Gewässerlandschaft“ (TWGK) schöpfte Leipzig in den letzten Jahren wieder Hoffnung, den fehlenden Kanaldurchstich zur Förderung des mitteldeutschen Gewässer-Tourismus nun doch noch zu erreichen. Aber diesen Plänen machte der Leiter der Abt. Wasserstraßen/Schifffahrt des BMVI eine rüde Absage – der Kanal würde sowieso niemals relevant für die Berufsschifffahrt werden und daher entbehre das Projekt für immer jeglicher Planungsgrundlage, außerdem hätten die sowieso zu wenigen Mitarbeiter des Amtes Wichtigeres zu tun… Man hätte es auch netter formulieren können, aber der Ton kommt mir aus meiner langjährigen Arbeit mit schwimmenden Installationen…

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Impact Kiosk Varanasi

Social Sculpture goes Social Entrepreneurship – the floating islands of Joy and the „makers4humanity“ enter their next stage for glocal change through the „Impact Kiosk“ project in Varanasi, 15.-25.1.2017

Open-Island Maker Blog

After realizing Open-Islands in India, Thailand and Germany, the emerging „makers4humanity“ collective now focuses on the next step to raise the impact of their projects. With the upcoming „Impact-Kiosk“ project in Varanasi, they combine the creative prototyping process of a multifunctional vessel in Varanasi with the collective wisdom and broad open knowledge of a glocal community of likeminded makers to conceptualize a transferable entrepreneurship that creates sustainable jobs for livelihood and supports bottom-up developments for the common good at the same time.

The „Impact-Kiosk“ as a
Social-Sculpture and Entrepreneurship-Accelerator.

impact-kiosk-banner


global-goalsIn September 2015 the United Nations proclaimed the Sustainable Development Goals (SDG) and stated that „everyone needs to do their part: governments, the private sector, civil society and people like you.“ (Quote from UN-website)

m4h-grafik
The makers4humanity (m4h) collective unites makers from all over the planet to assemble and spread their appropriate ideas and open knowledge for positive impact within the 17 SDG‘s…

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Insula Communis part 1

Open-Island Maker Blog

Let´s prototype a floating autarkic habitat. Let´s build an „Insula Communis“, an Open-Island! On a flooded opencast brown coal mine in the remote center of Germany. Together with 50 interdisciplinary Makers, together with refugees and other village neighbors… It´s summer 2016, at Ferropolis, an open-air industrial museum and festival ground. It is a Social Sculpture and experiential space, a makers paradise and … what a trip. What an experience and joy! What an adventure – mostly, when the festival-folks from splash! and MELT! flooded the stages…

Of course we were prepared. Had brought a container of stuff and some parts from our last years „Open-Island Berlin„. We had a rough plan what to build, the organic farm „Brückmühle“ as our headquarter and the international art-space „Ampelhaus“ as our showroom. Lots of ideas anyway but limited time…

In fact, we had only 4 days until the media event and opening ceremony of whatever we would…

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Insula Communis part II

Open-Island Maker Blog

The day after… …the splash Festival in Ferropolis/Central Germany, 2016.

We collected all the useful trash from only a little part of the campgrounds and were well equipped for the next stage of the floating island. It was about transforming the collected tents and stuff into a floating, illuminated campsite around the Insula-Communis.

We also needed some floating gardens on our island. In Mai, we already had started an Urban Garden project with the neighbouring refugees, so we only had to replace the plants onto some garden-floats…

Every Maker-Camp is lots of work with crazy and interesting people having so much fun in creating stuff together. Deep learnings and relations, intensive situations included and lots of joy, fun and love…

Another goal was the prototyping and test of a hexagonal float, made out of concrete. Many island-builder finally focus on the hexagon as the basic geometric construction unit for larger and diverse shapes. It…

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DesignSprint: Open-Island, Hamburg

Kollaborativer Inselbau an der Elbe. An nur drei Tagen entsteht mit Schüler/innen aus Süd-Afrika und Hamburg ein schwimmender Garten in Form eines grünen Fußabdrucks.

Im Rahmen des Klimakunst-Bildungsprogramms des Bildungs Cent e.V. baute ich bereits an mehr als 10 Schulen mit Kindern und Jugendlichen Mini-Inseln aus Apfelsinenkisten, Plastikflaschen und allerlei Materialien. Zur Hamburger Bildungswoche „Wetter, Wasser, Waterkant“ nahm ich dieses Mal jedoch eine komplette Bauskizze und entsprechendes Recyclingmaterial mit. Diese Insel sollte ein Gemeinschaftswerk werden.

In der Halle der Flüchtlingshilfsorganisation „Hanseatic Help“ wurde am ersten Tag der Rohbau des ungewöhnlichen Schwimmkörpers gebaut.

In Hamburg-Rahlstedt wurde die Fuß-Insel am zweiten Tag stabilisiert und weitergebaut und im begleitenden Modellbauworkshop mit Saskia-Lily Thomas aus Berlin entstanden einige fantastische Entwürfe für spätere Projekte.

Ihren Bestimmungsort sollte die Insel schließlich im Zukunftspark Nieklitz, einem vielseitigen Makerkollektiv im nahen Mecklenburg finden. Nach abenteuerlichem Transport über Schleichwege wurde die Schwimminsel begeistert empfangen. Allein die Styropor-Schwimmkörper fanden keine ungeteilte Freude in dem Naturparadies und wurden nach kurzer Diskussion ersetzt.

Bepflanzt, motorisiert, dekoriert und getauft schwimmt sie nun zur dauerhaften Nutzung, Pflege, cokreativen Erweiterung und zur Freude der Bewohner/innen auf dem Badesee der interdisziplinären Lebens- und Forschungsgemeinschaft. Als Symbol für den positiven ökologischen Fußabdruck, der aus Behutsamkeit, Wissen und Kooperation erwächst.

Vielen Dank an alle, die an der Open-Island, Hamburg mitgewirkt haben. Sie ist sehr schön geworden!